Feb 28
Als Einstieg für die Medienvorlesung letzten Donnerstag liessen sich die Studierenden zu einem kurzen Online-Karaoke-Konzert bewegen (hören und sehen Sie selbst).
Hintergrund des Einstiegsexperiments bildeten vier Überlegungen.
- “Musik hören” ist DAS MEDIUM der Jugendlichen1.
- Web 2.0: Durch die Möglichkeit, dass “jede und jeder” quasi “global” publizieren kann, ist das Internet zum wohl demokratischsten Massenmedium geworden. Werkzeuge wie z.B. mikestar.com bieten auf einfache Weise allen ein Plattform an, etwas Eigeninitiative genügt.
- Handlungsorientierte Mediendidaktik: Systematisches Lernen ohne Medien ist kaum denkbar. Statt aber Medien nur “passiv” als Informationsträger zu nutzen, regen gerade die neuen Medien besonders zu einer aktiven Nutzung an. Bereits Dieter Baacke2 bezeichnete die Handlungsorientierung als “Königsweg der Medienpädagogik”. Durch die eigene Aktivität gewinnen die Lernenden Einblick in die Produktionsprozesse und können durch diese Entzauberung eine kritische Distanz gewinnen.
- Etwas Spass darf sein: Auch Unterricht folgt einer bestimmten Dramaturgie und braucht neben Phasen der Anstrengung und Konzentration auch Momente der Entspannung. Wahrscheinlich hat das Singen nicht allen Spass bereitet (hier allen nochmals ein Kompliment, dass Sie sich darauf eingelassen haben). Wahrscheinlich werden Sie sich aber noch lange an diesen Donnerstag morgen erinnern.
PS. Mikestar-Ideen für die Schule: Lieder im Fremdsprachenunterricht, “Schulkonzert” für die Partnerklasse im Ausland, eigene Lieder im Sprach- und Musikunterricht (fächerübergreifend) schreiben und veröffentlichen und und und…
- mpfs (2010): JIM-Studie 2009 – Medien und Freizeit. [URL: http://www.mpfs.de/] [↩]
- Baacke, Dieter (1997): Medienpädagogik. Tübingen: Niemeyer [↩]
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